„Logistikkosten machen 27,6 Prozent der Gesamtkosten des Handels aus“, erklärte Marcel Ströhmer vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in seinem Vortrag „Verpackungssystemkosten online ermitteln“. „Alle von der Wahl der Verpackung beeinflussten Kosten müssen betrachtet werden.“ Wichtig ist zunächst einmal, dass es bei der großen Verpackungsvielfalt, die es heutzutage gibt, oft zu Kompatibilitätsproblemen kommen kann. „Unterschiedliche Stapelränder zum Beispiel bei Gemüsekisten führen dazu, dass die Ladeeinheit weniger stabil und sicher ist. Außerdem ist die Ladehöhe dadurch geringer“, so Ströhmer. „Die Verpackungen können beim Stapeln beschädigt werden, wenn sie nicht genau aufeinander passen. Und auch die Ware kann beeinträchtigt werden.“
Ein optimiertes Verpackungs- und Ladungsträgermanagement muss jedoch keineswegs mit hohen Investitionen verknüpft sein. Weniger Verpackungsvarianten und höhere Kompatibilität führt durch schlankere Prozesse zu Kosteneinsparungen. Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik analysiert dafür alle im Unternehmen ein- und ausgehenden Ladeeinheiten und eingesetzten Transportverpackungen. Durch unterschiedliche Referenzmodelle können die Verpackungsprozesse optimiert werden. Dabei wird der Rahmen der Modelle aufgezogen als einfache, anwendungsorientierte MS Excel-Modelle, aber auch bis hin zu internetbasierten Softwarelösungen. Und das führt am Ende zu einer besseren Gestaltung des Verpackungssystems durch die Auswahl der richtigen Transportverpackungen und Ladungsträger.