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Archiv vom September, 2007

Neues Innovationscluster “Polymertechnologie” im Raum Mitteldeutschland

Jeder hält sie täglich in der Hand, benutzt sie, wirft sie weg: Polymere, Kautschuk, Naturfaserkomposite-Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Obwohl sich diese Materialien in vielen Industriebereichen schon lange durchgesetzt haben, werden ständig Entwicklungen und Forschungen zur Verbesserung ihrer Eigenschaften und Qualitäten vorangetrieben. Ein viel versprechender Innovationsbereich ist dabei die Synthese von Polymerverbindungen mit Nanopartikeln. Obwohl Nanopartikel oftmals tausend mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares sind, können sie Kunststoffe gravierend verändern. Für die Verpackungsindustrie besonders interessant sind dabei Verbesserungen in den strukturellen Eigensschaften wie Festigkeit, Beständigkeit oder UV-Schutz.

Um solche Neuerungen im Bereich der Polymersynthese und -verarbeitung voran zu treiben und schneller auf den Markt zu bringen haben sich im Raum Leipzig-Halle Großunternehmen, mittelständische Betriebe und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen und bündeln ihren Kompetenzen im Fraunhofer-Innovationscluster “Polymertechnologie”. Weiter lesen…

Kein kalter Kaffee: Warnverschluss für Heißgetränke

deckeltrafo1.jpgDass selbst solch grundsolide Verpackungsartikel wie Verschlusskappen oder Deckel für Getränkebecher noch lange nicht ausgereizt sind beweist das australische Unternehmen Smart Lid Systems. Die “Smart Lids” (schlauen Deckel) ändern je nach Wärmegrad des Getränkes ihre Farbe. Der Effekt beruht auf einem Produktionsprozess, der den Deckel durch lebensmittelechte Additive auf Hitze reagieren lässt.

Im Ruhezustand, das heißt bei normalen Umgebungstemperaturen, besitzt der Deckel ein kaffeebraune Farbe. Erhöht sich die Temperatur, beispielsweise durch Befüllen des Bechers mit kochendem Kaffee, wechselt der Deckel seine Farbe in ein warnendes Rot. Beim Abkühlen geht der Deckel wieder in den Normalzustand zurück. Was sich jetzt vielleicht etwas nach Unsinn à la Flip-Flop-Lackierung für Matchboxautos anhört, besitzt durchaus seine Praxisrelevanz. Zum einen erfährt der Konsument durch ein klares visuelles Zeichen den Zustand seines Produktes. Damit wird sichergestellt, dass der Inhalt auch wirklich die gewünschte Temperatur hat.

Zudem geht von dem roten Deckel ein deutliches Warnsignal aus, das vor verbrühten Fingern und Zungen retten kann. Die Rückfärbung lässt den Verbraucher ebenfalls wissen, dass sich sein Getränk nun etwas abgekühlt hat und er es trinken sollte, bevor es völlig erkaltet ist. Ein Kontrollrand gibt darüber hinaus Aufschluss, ob der Becher überhaupt richtig verschlossen wurde. Zum anderen wird duch den Chamäleoneffekt der Deckel an sich zu einem interessanten Werbemedium. Logos, Brandings oder Bilder erscheinen und verschwinden - je nach Hitzegrad.

Die schlauen Deckel sind momentan nur Down Under im Einsatz, ein weltweiter Export sei aber in Planung. Für die Idee erhielt Smart Lid Systems vergangenes Jahr den “DuPont Award for Packaging” in Silber und gehört zu den diesjährigen Finalisten des “Next Big Thing Award“.

Region Stuttgart mit neuem Kompetenzzentrum

Am 31. August 2007 berichtete der Packreport:

“Im Herbst dieses Jahres wird in der Region Stuttgart ein Kompetenzzentrum Verpackungs- und Automatisierungstechnik gegründet: Die in dieser Region zahlreich vorhandenen Akteure der Verpackungstechnik, besonders der Verpackungsmaschinentechnik und der für Verpackungsmaschinen relevanten Automatisierungstechik, werden zu einem moderierten Netzwerk zusammengeführt. Das Ziel: Die allein kaum mehr zu bewältigenden Herausforderungen sollen zukünftig in gemeinsamer Partnerschaft angegangen werden.
(…)
Wichtigstes Ziel des neuen Kompetenzzentrums, das in das schon bestehende www.rekiz.de integriert wird: Synergien zwischen den zahlreichen technischen Disziplinen rechtzeitig erkennen und ausschöpfen. Auch neueste wissenschafliche Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Forschungsbereichen sollen praxisgerecht aufgearbeitet und umsetzungsfähige Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Weitere Aufgaben liegen darin, dem Fachkräftemangel zu begegnen, für mehr Praxisorientierung in der Aus- und Weiterbildung zu sorgen sowie eine Plattform zu schaffen, auf der Kapazitätsprobleme gemeinschaftlich gelöst und neue Trends diskutiert werden können.”, den kompletten Artikel finden Sie hier.