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Archiv vom Juli, 2007

Zeitung berichtet: Verpackungstechniker - Beruf mit Zukunft

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Studium mit Jobgarantie” hieß es vor wenigen Tagen in der Leipziger Volkszeitung (LVZ). In dem Beitrag ging es um das Studium zum Verpackungstechniker. Verpackungstechnik ist ein selten angebotens Fach in Deutschland. Nur drei Fachhochschulen gibt es diesen Studiengang - in Leipzig, Berlin und Stuttgart. Eugen Herzau, Fachmann für Verpackungstechnik und Professor der HTWK Leipzig kann sich deshalb auch nicht über Studentenmangel beklagen, schreibt die Zeitung:

Zitat: „Wir mussten auf Grund des begrenzten Platzangebotes einen Numerus clausus einführen.“ Längst sind die Zeiten vorbei, als in dem Studiengang Ebbe herrschte. Anfang der 1990er Jahre war eine Durststrecke zu überwinden, weil Verpackungen in der Öffentlichkeit mit Müll gleichgesetzt wurden und Verpackungstechniker mit Umweltverschmutzern. „ Es gab damals Studienberater, die uns talentierte junge Leute regelrecht vergrault haben“, erinnert sich Herzau und hantiert versonnen an einer Schlauchbeutel-Maschine, die zum Inventar eines Unterrichtsraumes gehört, in dem allerlei Versuchsgerät steht. An den Wänden hängen studentische Entwürfe von Flaschen-Etiketten oder von dezenten Hüllen für Spitzenhöschen. Auf dem Tisch türmen sich Fachjournale, die von „Tee aus Stäbchen“ und von Verpackungen für „Waffeln ohne Bruch“ zu berichten wissen.”

Laut der Zeitung, gab es in den letzten 15 Jahren nur zwei Absolventen, die nicht auf Anhieb einen Job gefunden haben. Oft komme es - laut dem Artikel - vor, das Kommilitonen ihr Praxissemester in einem Unternehmen machen, dann dort ihr Diplom-Thema bearbeiten und nach dem Abschluss fest angestellt werden.

Herzau in der LVZ: „Die guten Berufschancen und die solide Ausbildung bei uns haben sich längst rumgesprochen – auch bei den Studienberatern.“ Herzau gehört zu jener Dozentenspezies, die nicht nur lehrt, sondern auch intensiv betreut. Wenn seine Schützlinge ihr Praktikum absolvieren, besucht er sie. Wenn es um die Auswahl der Studienplatzbewerber geht, nimmt er sich Zeit für individuelle Gespräche und weist stets darauf hin, dass Verpackungstechnik weniger mit Verhüllungskünsten, dafür aber viel mit Physik, Chemie, Mathematik und Informatik zu tun hat. „Wer später technologische Probleme analysieren und Abläufe modellieren soll, muss naturwissenschaftlich sattelfest sein.“ Quelle LVZ

Link: “Von Beruf Verpackungstechniker - wie die Branche Nachwuchs ausbildet

Mit Stärke verpacken

Biologisch abbaubare Kunststoff erhalten sehr großen Zuspruch im Verpackungsbereich. Etabliert haben sich die “neuen” Kunststoffe beispielsweise in der Fertigung von Tragetaschen und Tüten, diese sind zugleich als Sammelbeutel für kompostierbare Abfälle verwendbar. Auch Bio-Obst- und Gemüseverpackungen werden gut angenommen, da die Produkte länger frisch bleiben, die Reste und Verpackung gemeinsam entsorgt werden können und verdorbene Lebensmittel im Handel nicht mehr getrennt werden müssen. Verkaufsverpackungen für den Non-Food Bereich wie z.B. für Putz- und Reinigungsmittel und Kosmetika sind dagegen eher unbeutend.

Die wichtigsten Werkstoffe zur Herstellung von Bioverpackungen sind Stärke, Polymilchsäure (PLA), Polyhydroxyfettsäuren (PHB, PHV) und Celluslose. Diese biologisch abbaubaren Kunststoffe tragen aktiv zum Umweltschutz bei: Fossile Ressourcen werden durch die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen geschont und die Kohlenstoffdioxid (Co2) Emmision wird vermindert. Die Energie- und Co2-Emissions-Einsparung liegt hierbei bei 20-80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen. Biokunststoffe sind innovativ und haben gute Materialeigentschaften. Sie sind antistatisch, gut bedruckbar, kompostierbar und biologisch abbaubar, haben eine hohe Fettdichte und eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit.

Bioverpackungen sind allerdings nicht als Ersatz für herkömmliche Werkstoffe zu sehen, sondern vielmehr als Ergänzung. Mit steigender Nachfrage seitens Industrie und Handels ist davon auszugehen, dass biologisch abbaubare Kunststoffe bis 2020 ihren Marktanteil auf circa zehn Prozent des Kunststoff-Einwegmarktes erweitern zu können. Die Wettbewerbsfähigkeit wird durch noch fehlende Größenvorteile der Massenproduktion und durch relativ hohe Entwicklungskosten eingeschränkt.

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