
„Die Straßenverkehrsordnung ist von Bedeutung für jede Verpackung.“ So begann Norbert Biermann vom Fachgebiet Logistik an der Universität Dortmund seinen gerade zu Ende gegangenen Vortrag „Die Bedeutung der Straßenverkehrsordnung für die Sicherung verladener Güter“.
Die Ausgangslage ist eindeutig, sagt Biermann. Die Straßenverkehrsordnung verlangt in den Paragraphen 22 und 23 von allen Verkehrsteilnehmern, dass verladene Güter beim Fahren nicht verrutschen, verdrehen oder gar vom Fahrzeug herabfallen dürfen. Das gilt bei normalen Fahrsituationen, zu denen auch Vollbremsungen, schnelle Kurvenfahrten oder Spurwechsel in Baustellen gehören. Und auch die Sicht des Fahrers darf durch die Ladung nicht eingeschränkt sein. „Die Verantwortlichkeit für den Verlader und Fahrzeugführer werden in diesen beiden Paragraphen geregelt“, so Biermann.
Die Folgen von mangelhafter Ladesicherung können gravierend sein. „Seit 1996 mehren sich schwere Unfälle mit LKWs“, sagt der Referent. „Die Unfallwahrscheinlichkeit mit Todesfolge ist bei LKWs ganze 25-mal höher als bei PKWs. Und bei 13 Prozent der LKW-Unfälle liegen die Ursachen bei mangelhaft gesicherter Ladung.“
Deshalb ist es so wichtig, Güter fachgerecht zu sichern. Nicht nur, weil die Straßenverkehrsordnung es so will, sondern auch für mehr Sicherheit. Und dann kommt nicht nur der Fahrzeugführer, sondern auch die Ware unbeschädigt an.