“Ich möchte Sie heute in eine ganz andere Welt der Verpackungsmaterialien entführen - in die Welt der Bio-Kunststoffe.” Schon nach dem ersten Satz waren die Zuhörer von Katerina Morawietz, Leiterin Forschung und Entwicklung bei der BIOP AG Schwarzheide gefesselt.
“Biokunststoffe als Verpackungsalternative” - das war der Titel des Vortrags der Chemikerin. Dabei ging es um Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Stärke, Cellulose oder Zucker oder aus Polyester. Diese sogenannten Bio-Polymere sind ein Trend auf dem Markt - so werden zum Beispiel immer mehr Lebensmittel in Schalen aus Bio-Polymeren angeboten.
“Bio-Polymere sind Polymere, die aus der Natur stammen, aus Rohstoffen aus der Natur hergestellt werden oder synthetisch hergestellte, biologisch abbaubare Polymere.”, erklärte Morawietz. Bekannt sind vor allem Stärke, Polymilchsäure (PLA), Polyhydroxyfettsäuren (PHB, PHV) und Cellulose - und das sind auch die wichtigsten Bio-Materialen.
PLA, PHB, PHV - und dann? Verpackungen aus PLA ähneln konventionellen Kunststoffen durch eine hohe Festigkeit. PHB ist ein aus Stärke oder Zucker fermentativ erzeugter Polyester, ähnlich dem Standardkunststoff Polypropylen (PP). Aus Cellulose werden hauptsächlich Papier und Pappe, aber auch Textilien wie Viskosefasern hergestellt.
Doch nicht nur Papier und Pappe sind Bio-Verpackungen. Auch Tragetaschen, Beutel, Obstschalen, Molkereiprodukte-Becher, Getränkeflaschen, Gemüsenetze können Bio sein - und sind heute schon im Lebensmittelhandel zu finden.